Facebooktwittergoogle_pluspinteresttumblr

Manchmal schreibt das Leben die besten Geschichten…

Am Ende dieses Jahres ist ein Roman, der auf wahren Geschehnissen beruht – nämlich den Erlebnissen meines Opas, Hubert Stych, der 1929 geboren wurde.

Die Hauptfigur Anton Köhler sowie alle anderen Charaktere sind von mir erdacht. Auch bei den tatsächlichen Ereignissen bzw. deren Abfolge habe ich mir künstlerische Freiheit erlaubt. Schließlich soll ja am Ende alles spannend sein und sich nicht einfach wie ein Tatsachenbericht lesen, sondern wie ein Roman. Natürlich habe ich trotzdem darauf geachtet, dass alles plausibel bleibt – wenn es nicht wirklich passiert ist, dann hätte es so geschehen können.

Bei der Erstellung des Plots habe ich mich an einer Erzählung meiner Oma orientiert, die diese über Opas Jugend schon vor Jahren niedergeschrieben hatte. Sie nannte diesen Erlebnisbericht: „Ich habe überlebt“. Letztes Jahr konnte ich sie davon überzeugen, ihr Geschriebenes an eine Anthologie über Zeitzeugenberichte zum Zweiten Weltkrieg zu schicken. Die Geschichte von Opa wurde tatsächlich ausgewählt und veröffentlicht in Untold Stories, Lebenserinnerungen aus dem Zweiten Weltkrieg:

Untold StoriesUnd so kommt es, dass Opas Erlebnisse nun sowohl als reale Erzählung wie auch als Roman veröffentlicht wurden, und das nur, weil seine Frau und seine Enkelin so gern schreiben ;).

Eine Leseprobe von S. 189: Ich habe überlebt (Eine wahre Geschichte)

Es war an einem heißen Julitag im Jahre 1944 in Breslau. Hubert, der fünfzehnjährige Uhrmacherlehring, saß auf einem Kirschbaum im Garten der Meistersfrau und pflückte Kirschen. Ab und zu schob er auch eine der süßen Früchte in den Mund. Sie schmeckten wahrhaft köstlich! Plötzlich hörte der Junge seine Meistersfrau laut und aufgeregt rufen: „Hubert, Hubert, komm mal schnell her!“ Wie der Wind kletterte der kräftige Junge den Baum hinunter. Das Klettern hatte er von Kindheit an geübt im nahen Wald seiner Heimatstadt Prausnitz, die nur etwa 30 Kilometer von Breslau entfernt war. Jetzt rannte Hubert zur Meistersfrau, die ihn vorher gebeten hatte, die Kirschen zu pflücken und ihn nun zu sich in die Wohnstube winkte, wo im Radio eine wahrhafte Flut von geifernden, laut sich überschlagenden Schimpfkanonaden ertönte. „Man hat auf den Führer ein Attentat verübt“…

Na, kommt euch das bekannt vor? 🙂 Wenn nicht, dann lest doch noch mal das erste Kapitel meiner Leseprobe. Ich fand die Szene als Anfang für den Roman gut geeignet, weil sie direkt viel über die Einstellung des Protagonisten verrät – deshalb habe ich sie übernommen. Wenn ihr wissen wollt, was noch alles wahr ist und was erfunden, dann könnt ihr das in Untold Stories auf S. 189 bis S. 209 nachlesen — Aber Vorsicht — Spoiler! Wer den Roman noch lesen möchte, sollte das besser als Erstes tun.

Es lohnt sich übrigens auch, die anderen Geschichten in dieser Anthologie zu lesen.

Ausschnitte aus einem mündlichen Interview mit meinem Opa gibt es auch als Bonus-Inhalt für alle Newsletter-Abonennten.

Facebooktwittergoogle_pluspinteresttumblr